Ankunft in Jinotega, Nicaragua

Über meine Ankunft in Nicaragua und die Fahrt in die Berge nach Jinotega.

Kaffee wird verladen
Bohnen werden verladen

Abends gegen kurz nach 22 Uhr im Flieger aus Houston kommend, setzen wir zur Landung in Managua an. Dass der Landeanflug um diese Zeit einmal quer über die komplette Stadt führt, ist wohl in den meisten westlichen Städten undenkbar. So bin ich aber froh und es bietet sich mir ein bekanntes Bild: Wellblechdächer, Palmen, der See, Autos und von Pferden gezogene Fuhrwerke auf von orangefarbenem Laternenlicht erleuchteten Verkehrsadern.

Als ich am nächsten Morgen aufstehe und halbverschlafen in den Innenhof meines Hotels trete, werde ich schlagartig wach, als ich das erste Mal tief einatme. Fasziniert bemerke ich (mal wieder), wie unglaublich einprägsam Gerüche doch sind – auch wenn oder vielleicht gerade weil man sie nicht festhalten kann wie Gesehenes per Kamera oder Gehörtes per Mikrofon. Genauso schwer fällt es mir auch, diesen Geruch zu beschreiben: eine Mischung aus tropischer Hitze, leichter Feuchtigkeit, etwas staubig-stickigem und ein gelegentlicher Anflug von verbranntem Holz (so kocht hier täglich mehr als die Hälfte der Bevölkerung).

Nun sitze ich in einem vollgepackten Express-Bus in Richtung Norden. (Vorausgegangen war die übliche Madness eines lateinamerikanischen Busbahnhofs – siehe Fotos unten.) Es geht auf der Panamericana durch die Pampa Nicaraguas; die Regenzeit ist erst seit kurzem vorbei und alle Felder und Bäume sind noch grün. Bald wird sich das wieder ändern.

Nach knapp eineinhalb Stunden – meine Beine fangen langsam an zu schmerzen aufgrund der engen Sitzreihen, denn der Bus war eigentlich für amerikanische Schulkinder konzipiert – verlassen wir diese berühmte Straße, die von Alaska bis Feuerland führt, und zweigen ab in Richtung Berge. Wenig später offenbart sich mir was diese Region so berühmt macht: zu meiner rechten und linken sehe ich kilometerlang nichts anderes als Felder, auf denen auf Beton oder Plastikfolien Kaffee in der brütenden Sonne zum Trocknen ausgelegt ist.

Die letzten 30km meiner Tour könnte ich auch noch per Bus fahren, reise aber aus emotionalen Gründen „al ride“, per Anhalter, um wieder dieses so unvergleichliche Gefühl von Freiheit zu erfahren: wenn einem nach dem Daumen-Rausstrecken die frische Bergluft in die Nasenhöhlen strömt und die Haare durchgeweht werden. Vollständig angekommen in den Bergen Nicaraguas fühle ich mich kurze Zeit später, als ich – auf einen weiteren Ride wartend – einige junge Männer beobachte, die Ihren LKW mit Säcken voller Bohnen beladen. Einer von Ihnen, Hector, erklärt mir auf Nachfrage, das jeder Sack etwa 65kg wiegt.

Schließlich werde ich von einer Camioneta (Pickup-Truck) mitgenommen und wir fahren von etwa 1500m wieder talabwärts auf etwa 1000m, wo Jinotega in einem Tal liegt. Hier bin ich nun, in der Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes, in der sich aktuell wenig überraschend alles nur um ein Thema dreht…Kaffee. Wir befinden uns mitten in der drei-monatigen Erntezeit. Mehr zu dem Thema, wo der Kaffee, den wir tagtäglich schlürfen, (symbolisch gesprochen) herkommt und wie ein Alltag auf einer Kaffee-Finca aussieht, erfahrt Ihr in einem der nächsten Einträge…

Busbahnhof Managua - Auf den Bus wartend
Busbahnhof Managua – Auf den Bus wartend
Busbahnhof Managua - Verkäuferin
Busbahnhof Managua – Verkäuferin
Busbahnhof Managua - Verkäufer
Busbahnhof Managua – Verkäufer
Busbahnhof Managua - Packen
Busbahnhof Managua – Packen
Busbahnhof Managua - Busfahrer und Assistent
Busbahnhof Managua – Busfahrer und Assistent
Busbahnhof Managua - Straßenverkäufer
Busbahnhof Managua – Straßenverkäufer
Busbahnhof Managua - Assistent
Busbahnhof Managua – Assistent
Busbahnhof Managua - Assistent
Busbahnhof Managua – Assistent
Vollgepackter Bus
Vollgepackter Bus
Managua Straßenimpression
Managua Straßenimpression
Der Managua-See, Blick von der Panamericana
Der Managua-See, Blick von der Panamericana
Zum Trocknen ausgelegter Kaffee
Zum Trocknen ausgelegter Kaffee
Sicherheitsmann - Busbahnhof Matagalpa
Sicherheitsmann – Busbahnhof Matagalpa
Endlich wieder Trampen! Blick auf Matagalpa
Endlich wieder Trampen! Blick auf Matagalpa
Kaffee wird verladen
Bohnen werden verladen
Hector (r.) und seine Kaffeearbeiter-Kollegen
Hector (r.) und seine Kollegen
Nicaraguanisches Frühstück! (Reis mit Bohnen, Spiegeleier, Käse, Bananen, Tomaten-Zwiebel-Salat)
Nicaraguanisches Frühstück! (Reis mit Bohnen, Spiegeleier, Käse, Bananen, Tomaten-Zwiebel-Salat)
Reis, Bohnen und Enchilada (frittierte Tortilla-Tasche)
Reis, Bohnen und Enchilada (frittierte Tortilla-Tasche)
Tostones - Frittierte Bananenscheiben mit Käse und saurer Sahne sowie Bohnenpuree als Dips.
Tostones – Frittierte Bananenscheiben mit Käse und saurer Sahne sowie Bohnenpuree als Dips.
Mann Jinotega
Mann, Jinotega
Pulpería - kleine Supermärkte wie dieser gibt es an jeder Straßenecke
Pulpería – kleine Supermärkte wie dieser gibt es an jeder Straßenecke
Jungs Jinotega
Jungs, Jinotega
Sonnenschutz
Sonnenschutz
"Krokito"
„Krokito“
FSLN - die rot-schwarze Propaganda der regierenden Partei der Sandinisten ist omnipräsent.
FSLN – die rot-schwarze Propaganda der regierenden Partei der Sandinisten ist omnipräsent.
Der Name des regierenden Präsidenten Daniel Ortega ist an einen Laternenpfahl gemalt.
Der Name des regierenden Präsidenten Daniel Ortega ist an einen Laternenpfahl gemalt.
Auf geht's!
Auf geht’s!
Straßenverkäuferin
Straßenverkäuferin
Ausräuchern von Mücken
Ausräuchern von Mücken
Mehr als die Hälfte der Nicaraguaner kocht täglich auf offenem Feuer.
Mehr als die Hälfte der Nicaraguaner kocht täglich auf offenem Feuer.
Architektur
Architektur
Touristen haben sich verewigt auf dem Weg zu Jinotega's größter/höchster Attraktion: dem Peña de la Cruz.
Touristen haben sich verewigt auf dem Weg zu Jinotega’s größter/höchster Attraktion: dem Peña de la Cruz.
Blick auf Jinotega
Blick auf Jinotega
Blick auf Jinotega 2
Blick auf Jinotega 2
Selfie
Selfie
Peña de la Cruz und Jinotega
Peña de la Cruz und Jinotega
Schnellen Schrittes
Schnellen Schrittes
Wäscheleine
Wäscheleine
Kaffee wird getrocknet - viele Familien, in denen ein Familienmitglied ein Haus auf dem Land hat, produzieren auch geringe Mengen Kaffee, der dann getrocknet und an Zwischenhändler verkauft wird.
Kaffee wird getrocknet – viele Familien, in denen ein Familienmitglied ein Haus auf dem Land hat, produzieren auch geringe Mengen Kaffee, der dann getrocknet und an Zwischenhändler verkauft wird.
Busreise
Busreise
Mutter mit Kind
Mutter mit Kind
Fassade
Fassade
Pferd vor bemalter Wand
Pferd vor bemalter Wand
Mobiler Hot-Dog-Verkäufer
Mobiler Hot-Dog-Verkäufer
Feuerholz
Feuerholz
Pflanze
Pflanze
Musiker
Musiker
Mann in San Rafael del Norte
Mann in San Rafael del Norte
Man mag über den Entwicklungsstand dieses Landes sagen was man will, aber das ist fortschrittlich: "In diesem Krankenhaus sind alle Behandlungen gratis."
Man mag über den Entwicklungsstand dieses Landes sagen was man will, aber das ist fortschrittlich: „In diesem Krankenhaus sind alle Behandlungen gratis.“
Straßenverkäufer
Straßenverkäufer
Gemüseverkäufer
Gemüseverkäufer
Mann schneidet Yuca.
Mann schneidet Yuca.
Schweißer
Schweißer
Alter Mann
Alter Mann, Jinotega
Pulpería 'El Cafecito'
Pulpería ‚El Cafecito‘
Einkauf
Einkauf
Fit.
Fit.
Müllverbrennung - Die Müllentsorgung ist leider ein großes Problem. Meist wird der Müll - wie hier - einfach aufgeschüttet und brennt permanent vor sich hin.
Müllverbrennung – Die Müllentsorgung ist leider ein großes Problem. Meist wird der Müll – wie hier – einfach ein paar Kilometer von der Stadt entfernt aufgeschüttet und brennt permanent vor sich hin.
Kaffeearbeiter
Kaffeearbeiter
Kaffeearbeiter
Kaffeearbeiter
Kaffeeverarbeitung
Kaffeeverarbeitung
Junge auf Kaffee-Finca. Auch er arbeitet.
Junge auf Kaffee-Finca. Auch er arbeitet.
Kaffeearbeiter
Kaffeearbeiter
Kaffeeernte
Kaffeeernte
Junge frühstückt zwischen Kaffee-Pflanzen.
Junge frühstückt zwischen Kaffee-Pflanzen.
Mädchen auf Kaffee-Finca
Mädchen auf Kaffee-Finca
Tropische Gewächse
Tropische Gewächse